Das so genannte Storchennest ist ein seltsamer, im Gebäude der Dresdner Kunsthochschule liegender Raum, der größtenteils als Studentenatelier benutzt wird. Er besitzt eine kreisrunde, mit Parkett ausgelegte Grundfläche über der sich eine gleichmäßige Kuppeldecke spannt. In nördlicher Richtung befinden sich drei runde Fenster. Da das Storchennest der Kopf eines Türmchens ist, kann er nur über eine sehr enge Wendeltreppe erreicht werden.
Die Installation »Erste Anzeichen von Unsicherheit« war eine eigens für diesen Raum geschaffene Arbeit. Sie stellte eine Kopie des Storchennests dar und war leicht geneigt in dieses eingesetzt. Dabei handelte es sich nicht um eine identische Nachbildung, sondern eine Kulisse, die etwas verkleinert dennoch fast den ganzen Raum füllte. Die Installation war begehbar und bekam dadurch zwei Seiten. Betrat man das Innere war dieses zum Außenraum hin abgeschottet. Durch die leichte Neigung und die bühnenartige Konstruktion stellte sich eine gewisse Orientierungslosigkeit ein, die einzige wirkliche Senkrechte war eine der Originalbeleuchtung nachempfundene, in der Mitte hängende Kugellampe. Die Außenseite der Installation war fast vollständig umgehbar und zeigte die Rückseite der Konstruktion: Spanten, Unterbau, Verklebungen und Winkel, wie auch den direkten Vergleich zu den Merkmalen des eigentlichen Raumes.
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Titel: Erste Anzeichen von Unsicherheit
Jahr: 2007, Maße: Ø 540 cm, Höhe 380 cm
Holz, Epoxydharz, Stoff, Lampe, Farbe, Papier. |
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